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Honig, hab mir heute überlegt:
Wenn die Welt doch einen Netzstrumpf aus Strassen trägt —
Warum’s dann kaum wen gibt, der einfach geht.
Und wo ich heute schlafen will, das weiss ich nicht.
Aber mit wem, Honig.
Und Honig, eine Sache ist verrückt:
Dass der Himmel sich mit Streifen aus Wasser schmückt
Und trotzdem jeder hier zu Boden blickt.
Und wo ich einmal glücklich werde, weiss ich nicht.
Aber mit wem, Honig.
Denn Honig, noch sind nicht alle Pferde gestohlen,
Honig, noch sind nicht alle Lieder geschrieben,
Ich hab vergessen, die Welt zu verbessern,
Ich würd lieber mit dir drüber fliegen.
Honig, hier ist alles abgegrast:
Kenn jede Taube hier beim Namen, hab das taube Leben satt,
Die Welt ist wenig wert, wenn sie nicht vorbei rast.
Wo das alles enden soll, das weiss ich nicht.
Scheissegal, Honig.
Und Honig, gehn wir, wenn das Wetter stimmt?
Denn irgendwo stimmt’s immer, oder es stimmt so, wie man’s nimmt.
Es zählt eh nicht das Wetter, sondern, wer im Radio singt.
Ob ich das einmal schaffen werde, weiss ich nicht.
Aber du, Honig.
Denn Honig, noch sind nicht alle Pferde gestohlen,
Honig, noch sind nicht alle Lieder geschrieben,
Ich hab vergessen, die Welt zu verbessern,
Ich würd lieber mit dir drüber fliegen.
Und Honig, noch sind nicht alle Pferde gestohlen,
Honig, noch sind nicht alle Lieder geschrieben,
Es ist vermessen, die Welt zu vermessen,
Ich würd lieber mit dir drüber fliegen.
Und Honig, ich weiss, du willst mich nicht.
Und du weisst, dass ich dich liebe, ich sing’s dir ins Gesicht,
Bis du eines Tages mit mir durchzubrenn’ versprichst.
Und ob das je geschehen wird, das weiss ich nicht.
Schön wärs, Honig.